Klosterheilkunde

Die Chinesen haben die sogenannte Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Die Inder leben und heilen nach der ayurvedischen Philosophie. In unserer Kultur hat die Naturmedizin lange Zeit ein Schattendasein gefristet. Mit der Sensibilisierung im Umgang mit Medikamenten ist jedoch eine Umkehrtendenz zu erkennen. Die Heilkraft der Natur wird vor allem bei alltäglichen Erkrankungen, Erkältungen, Magenverstimmungen, Verdauungsproblemen, Hautreizungen oder allgemeine Störungen des Wohlbefindens wieder verstärkt genutzt. Dabei greift man auf altbewährtes und vertrautes Kräuterwissen aus den Klöstern des Mittelalters zurück.

Hildegard von Bingen

 Die wohl bekannteste Figur der Klostermedizin ist Hildegard von Bingen. Ihre Wiederentdeckung hat dazu geführt, dass die Menschen sich wieder stärker mit der Naturmedizin auseinandergesetzt haben. In der Klosterheilkunde werden vornehmlich getrocknete Pflanzen verwendet. Typische Arzneiformen sind Kräuterweine und Tees (abgekocht oder als Kaltauszug), Pflanzenpresssäfte, Extrakte und Tinkturen, Pflanzenpulver, Umschläge und Verbände sowie Bäder und Inhalationen.

Anwendungsgebiete

Zu den Bereichen, in denen die Klosterheilkunde auch heute noch medizinisch sinnvoll angewendet werden kann, gehören insbesondere:

Atemwegserkrankungen:

Echter Thymian, Echte Kamille, Lindenblüten, Holunderblüten, Weidenrinde, Andornkraut, Echter Salbei;

Psyche und Nerven:

Echter Baldrian, Hopfenzapfen, Melissenblätter, Echter Lavendel, Echtes Johanniskraut;

Kreislauf:

Eingriffeliger Weißdorn, Herzgespannkraut, Echter Baldrian, Rosmarin, Senfsamen, Birke;

Magen und Darm:

Echter Salbei, Eibischwurzel, Gewürznelke, Blutwurzwurzelstock, Petersilie, Artischockenblätter, Kümmelfrüchte, Ingwer;

Nieren und Blase:

Birke, Große Brennnessel, Ackerschachtelhalmkraut, Petersilie, Liebstöckelwurzel, Gewöhnlicher Löwenzahn;

Haut:

Rosmarinwasser, Ringelblume, Echte Aloe, Buchweizenkraut, Kamillenblüten, Weißkohlblätter, Nachtkerzenöl;

Wundheilung:

Spitzwegerichblätter, Ringelblume, Kamillenblüten, Ackerschachtelhalm, Thymiankraut, Arnika;

Bewegungsapparat:

Große Brennnessel, Afrikanische Teufelskralle, Arnika, Heublumen, Gemeiner Wacholder, Weidenrinde;

Die angegebenen Indikationen entsprechen weitestgehend den phytotherapeutischen Standardwerken.

Unser Tipp

Das Entscheidende für die Anwendung der Klostermedizin ist ihr ganzheitlicher Ansatz. Klostermedizin benötigt Geduld: Kräuter heilen nicht sofort, sondern auf lange Frist. Zudem befindet sich ein gesunder Körper in einer ausgewogenen Balance. Dabei ruht das sensible Gleichgewicht auf sechs Säulen: Luft, Nahrung, Bewegung und Ruhephasen, Schlaf, Stoffwechsel und Emotionen. Weitere Infos und entsprechende Produkte finden Sie im Fachhandel.

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