Kubebenpfeffer – Gewürz und Arznei in einem!

Kubebenpfeffer (Piper cubeba) ist vor allem in Indonesien beheimatet und wird dort auf den Inseln Java, Sumatra und Borneo angebaut. Der Kubebenpfeffer ist ein Kletterstrauch der bis zu 10m hoch werden kann. Seine Früchte werden noch grün, in noch nicht ganz reifem Zustand, geerntet. Nach der Ernte werden die Pfefferfrüchte sonnengetrocknet und erhalten so ihre typische netzartige und runzlige Oberfläche. Häufig sind die Körner noch mit dem Stiel der Fruchtähre verbunden, die ihm die weiteren Beinamen wie Stielpfeffer und Schwanzpfeffer geben.

Sein Aroma ist fruchtig und pfeffrig herb. Im Geschmack hat der Kubebenpfeffer eine leichte Schärfe, die anschließend in eine Bitternote übergeht. Im Abschluss entwickelt der Kubebenpfeffer seinen charakteristischen, an Eukalyptus- und Kampfer erinnernden kühlenden Geschmack. In der Küche sollte der Pfeffer immer wohl dosiert eingesetzt werden. Kubebenpfeffer eignet sich auch besonders gut in Kombination mit anderen Gewürzen. Ein typisches Beispiel ist die nordafrikanische Gewürzmischung Ras el Hanout, die vor allem für Lamm- und Rindfleischgerichte bzw. -Eintöpfe verwendet wird. In der indonesischen Küche wird der Kubebenpfeffer bei Fisch, Meeresfrüchten, Reis und Curry-Gerichten verwendet.

Tipp für den Einsatz in der Küche: Kubebenpfeffer immer sparsam dosieren. Sein volles Aroma entfaltet der Pfeffer wenn er im Mörser zerstoßen wird. Kräftiger im Aroma wird er, wenn man die Pfefferkörner in der Pfanne leicht anröstet und dann anschließend im Mörser zerstößt.

Kubebenpfeffer – Heilpflanze des Jahres 2016

Doch was macht eigentlich ein Gewürz, das in der Küche verwendet wird zur Heilpflanze des Jahres 2016? Bereits Hildegard von Bingen wusste über die Wirkungen des Kubebenpfeffers zu berichten. Gemäß der berühmten Klosterfrau trägt er zu einem „fröhlichen Geist, einem scharfsinnigen Verstand und zu reinem Wissen bei“. Der Kubebenpfeffer findet in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und auch in der indonesischen Naturheilmedizin Jamu Verwendung.

Der hohe Anteil an ätherischen Ölen ist für sein typisches Aroma verantwortlich. Weitere Inhaltsstoffe sind die Cubebinsäure, Cubebin, Piperidin und zu 0,4 % Piperin, welches für die Schärfe im Piper nigrum (Schwarzen Pfeffer) sorgt.

Anregend und desinfizierend

Vor allem in Magen- und Darm sowie im Harnwegsbereich findet der Kubebenpfeffer Anwendung. Der Kubebenpfeffer kann bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege eingesetzt werden. Er wirkt harntreibend, harndesinfizierend, magenstärkend, appetitanregend, verdauungsfördernd sowie blähungs- und krampflösend. Zudem kann er als auswurfförderndes Mittel bei einer chronischen Bronchitis verwendet werden.

Durch das Kauen der getrockneten Früchte sollen Kopfschmerzen und Schwindel gelindert werden. Drei Pfefferfrüchte über den Tag verteilt, so soll der Kubebenpfeffer eine anregende Wirkung auf die Gehirnleistung, Konzentration und das Wohlbefinden haben. Zudem soll der Kubebenpfeffer in der traditionellen Unani-Medizin ein effektives Mittel bei Nierenerkrankungen sein.

Weiteres Anwendungsgebiet

In den unterschiedlichen Formen von traditioneller Naturheilmedizin war auch das Räuchern von Harzen und Pflanzen Bestandteil von Behandlungen und Teil von rituellen Handlungen. Heute entdeckt man wieder die positiven Wirkungen des Räucherns von Harzen und Pflanzenteilen für Körper und Geist. Kubebenpfeffer, der gemörsert geräuchert wird, wirkt anregend und bringt stockende Energien wieder in Fluss. Pur riecht der Kubebenpfeffer etwas streng. Deshalb eignen sich Kombinationen mit Rosmarin, Nelke, Lemongras oder Rose ganz besonders.

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